Die Schuldigen sind nicht vor den Computern zu suchen

Freitag, 13.März 2009

Jusos Nürnberg erklären zum jüngsten Amoklauf in Winnenden:

jungermannvorcomputer

Die Schuldigen sind nicht vor den Computern oder im Internet zu suchen, sondern mitten in der Gesellschaft. Der gesellschaftlich aufgebaute Druck auf die junge Generation führt zu zunehmender Verzweiflung bei den Jugendlichen. Die Schuld bei sog. „Killerspielen“ und Horrorfilmen zu suchen, ist mehr eine Wunscherklärung als nahe an der Realität.

„Wenn dem so wäre, wären mehrere Millionen BürgerInnen im Land potentiell Amoklauf gefährdet“ erklärt David Schmitt, Vorsitzender der Jusos Nürnberg. „Solange der Zugang zu Waffen so leicht und der Besitz dieser so verharmlost gehandhabt wird, besteht immer wieder die Gefahr, das es zu einer solchen Katastrophe kommt.

Eine pauschale Verurteilung solcher Spieler reicht daher nicht aus. Die Gesellschaft trägt ebenfalls ein hohes Maß an Verantwortung.“

Zunehmender Druck auf die Jugendlichen ob seitens der Schulen oder der Konsum- und Kapitalgesellschaft tragen ihren Teil zur Verzweiflung und Angst vieler junger Menschen heutzutage bei.

„Wir brauchen endlich neue Perspektiven und mehr Weg begleitende Unterstützung der Jugendlichen. Dazu gehören qualifiziertes psychologisch geschultes Personal in ausreichender Anzahl, sowie ein generelles Umdenken der Institutionen vom Leistungszwangprinzip zum Leistungsförderprinzip“ fordert Dominique Nou, stellv. Vorsitzender der Jusos Nürnberg.

Darüber hinaus fordern die Jusos Nürnberg das Einrichten eines bundesweiten Waffenregisters. Es kann nicht sein, dass die Behörden nicht wissen wer in diesem Land über wie viele Waffen verfügt.

Die Lösung des Problems liegt in der frühen Prävention.

Wir fordern daher: Mehr Förderung und mehr individuelle Betreuung vom Kindergarten an, mehr Perspektiven, weniger Waffen!

Tags: ,

Kommetare wurden geschlossen.