Auflehnen gegen die Tradition “Wildtierzirkus”

Mittwoch, 22.Juni 2011

Von Stefan Sander und Nasser Ahmed

Die Jusos Nürnberg sprechen sich für ein Verbot von Wildtierzirkussen auf öffentlichen Plätzen aus und unterstützen somit die lokalen Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen in ihren Anstrengungen:

„Wir brauchen ein Umdenken auf allen politischen Ebenen. Aus Gründen der Unterhaltung und Belustigung massenhaft gegen Tierrechte zu verstoßen, ist den Tieren gegenüber ungerecht. Wildtiere sollten in der Wildnis leben, nicht in Käfigen und nicht für Profit“, sagt der Vorsitzende der Jusos Nürnberg, Nasser Ahmed.

Der Tierschutzexperte der Nürnberger Jusos, Stefan Sander, ergänzt zudem: „Aufgabe der Jugend ist es immer auch, Traditionen zu hinterfragen. Wir halten die Tradition „Wildtierzirkus“ für grundfalsch. Tiere sind keine Attraktionen!“

Die Jusos verweisen auf ein ausgewähltes oder vollständiges Verbot von Wildtierzirkussen in 13 europäischen Ländern. Auch die Städte Heidelberg, Köln, München, Schwerin, Speyer und Stuttgart gehen mit gutem Vorbild voran. Dort gibt es bereits Verbote für Zirkusse mit Wildtieren auf städtischen Flächen. Nach dem Willen der Jusos soll eine solche Regelung auch für Nürnberg getroffen werden.

„Wenn wir eine Regelung für die städtischen Flächen haben, werden auch die Eigentümer größerer Grundstücke keine Flächen mehr an Wildtierzirkusse vergeben“, ist sich Stefan Sander sicher.

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2 Kommentare

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  1. karin sagt:

    Hallo ,
    ich habe Euren Artikel in der Schule als Auflehnungsartikel verwendet.
    Finde ihn sehr gut und ich bin sehr froh , dass dies nun endlich ein Ende hat und verboten ist!

    • Nasser sagt:

      Liebe Karin,

      es freut uns, dass du unseren Artikel dazu benutzt hast. Solltest du zu diesem oder einem anderen Thema Anregungen, Fragen oder sonstiges haben, dann schreib uns doch an ;)

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